40 Stunden nachdem mein Körper am letzten Mittwoch ausgestiegen ist (also Freitag) und mein aufgeregtes Hirn alleine gelassen hat, dachte ich, ich hätte sie endlich wieder alle beisammen. Tatsächlich hat es bis Samstag Nacht gedauert, bis ich mich wirklich wieder vollständig funktionsfähig gefühlt habe. 

Die Therapie am Samstag selbst war jetzt zwar 0 anstrengend (auch kein Drama, alles geregelt...), aber das drum herum hat dann noch mal ordentlich Energie gesaugt. Bahn fahren und Innenstadt machen keinen Spaß. Wirklich überhaupt nicht. Die nächsten Therapiesitzungen werden alle Online stattfinden. Und Gruppen fallen bis auf Weiteres aus. *jubel*

Drum herum lief ich so auf Minimum... Das behauptet jedenfalls mein Erinnerungsvermögen. Tatsächlich sieht das ein wenig anders aus. 
Deswegen ist ein Leben ohne Listen, Aufzeichnungen und dem Schreiben nicht möglich. Abgesehen davon, dass ich ohne Listen vergessen würde was ich zu erledigen habe.... ich hätte auch keine Grundlage für einen Realitätsabgleich. Und der ist immer wieder so bitter nötig um mich nicht nutzlos zu fühlen. Selbst, wenn zwischen Kopf und Körper Krieg herrscht... irgendwas tue ich ja meistens doch. Halt auf einem niedrigen Niveau. 
Zum Beispiel habe ich mehrere Stunden an meinem Hauspokal-Projekt (demnächst mehr) gestaltet ... und an der zu dem Zeitpunkt aktuellen Häkelarbeit weiter gearbeitet. Für letzteres hatte ich eine imaginäre Deadline, die am Sonntag endete. Und ja, ich habe es geschafft, das Objekt (Matjes mit Kartoffeln!) hat bereits sein Ziel erreicht & die Empfängerin war begeistert und zufrieden. \o/ 

Völlig vergessen hatte ich z.b. auch, dass ich ja mein Postfach aufgeräumt habe. Ich tue fast nie nichts... aber es fühlt sich ständig so an. Verzerrte Wahrnehmung ist eine wahre Freude.

Samstag ging dann abgesehen von der Therapie bzw. der Fahrerei dahin nicht mehr viel. Danach sagt Twitter um 23:16 Uhr:

"Vorhin kurz was gegessen, dann ins Bett gefallen. Mit anfliegender Migräne aufgewacht... Nicht verwunderlich... kalter Koffeinentzug... Jetzt mit Ibus, Minzöl, Kaffee und Mohnschnecke (ohne Rosinen \o/) ein brauchbares Level erreicht. Hoffe das bleibt so. Kann nicht mehr liegen."

Hab dann Nachts noch gehäkelt. Die Migräneanzeichen ließen sich tatsächlich bekämpfen und es war dann seit langem wieder die erste richtig gute Nacht. Ich war wach, es regnete, die Luft war großartig, draußen hat keiner Krach gemacht... ich war zu der Zeit wach zu der ich mich am wohlsten fühle.. und dann kam auch die Funktionsfähigkeit wieder zurück. 

Ich habe meine Häkelanleitungen sortiert, ein neues Projekt begonnen, weiter am Hauspokal gearbeitet, eine Stunde mein Wohnzimmer aufgeräumt, Dinge im Bullet Journal aktualisiert, den Matjes persönlich übergeben, die Wohnung ein wenig entmüllt und bei all dem keine Lust gehabt die Produktivität von einem Blogartikel unterbrechen zu lassen. :D

Ich tippe zwar recht zügig, aber so ein Artikel braucht dennoch 1-2 Stunden... vor allem wegen den Coverbildern, auf die ich aber nicht verzichten will und die irgendwie passen sollen. 

Seit 14.00 Uhr bin ich nun wach. Und ich meine wirklich wach. Ich hab Lust auf den Tag. Und wenn mir die Motivation verloren gehen sollte: Häkeln geht immer.