Livsglaedjen


<3

Wofür es sich lohnt.

Wofür es sich lohnt.

Depressionen sind ja von sich aus jetzt nicht so dafür bekannt, dass sie einem Bock aufs Leben machen. Und weil sie das nicht tun, muss man sich selbst halt Dinge suchen. Je mehr desto besser. Und am besten sowohl kurzfristig, als auch langfristig. Damit einem auch die "ferne" Zukunft etwas zu bieten hat, aber der Weg dahin nicht so weit ist... Also sucht man und plant... und irgendwann ist dann vielleicht sogar der Punkt erreicht an dem man vor lauter tollten Dingen gar nicht mehr weiß wo man mit all der Vorfreude hin soll... und deswegen teile ich die  jetzt mit euch...  :D


Wie ihr auf dem Cover-Bild sehen könnt, stehen da gerade ein paar herrlich geschmückte Dosen in und auf meinem Regal. Das ist mein Geburtstagskalender. Nachdem wir es letztes Jahr nicht geschafft haben uns gegenseitig Adventskalender zu machen, haben wir uns entschieden dieses Jahr halt Geburtstagskalender zu machen.... Ihren hat die Beste <3 schon im Mai / Juni gehabt, meiner begann jetzt am Montag und geht insgesamt 25 Tage. So kann ich mich nicht nur jeden Tag über tolle Dinge freuen, sondern hab am Ende des Kalenders auch noch Geburtstag :D 

Dafür hat meine Mama bereits meine Amazon-Wunschliste geplündert und weil sie es gerne frühzeitig erledigt haben wollte, liegen hier bereits 2 Pakete und 5 weitere liegen in der Packstation und warten auf mich. Freitag holen wir sie ab... und dann liegen sie hier rum und strapazieren ganz doll meine Geduld :D

Zum Glück bin ich insgesamt 10 Tage eh nicht hier... aber dazu gleich. Erst mal ist da ja noch das Wochenende. 

Am Freitag gehen die Beste <3 und ich shoppen. Wie so richtige Mädels... um uns dann anschließend ausgiebig im Okinii voll zu futtern. Ich fange schon spontan zu sabbern an.... anschließend mache ich mir die Tatsache zu Nutzen, dass sie ein Auto besitzt und plündere mit ihr zusammen die Packstation... wer weiß wie viel ich da zu schleppen hätte... 

Samstag ist hier in der Grugahalle Krims-Krams-Markt... ein Trödelmarkt der explizit damit wirbt, dass wirklich nur Trödel verkauft wird. Ich finde schade, dass das nicht immer so ist... und freue mich deswegen sehr. Vor allem kommt mir auch die Uhrzeit echt gelegen. Der Markt fängt nämlich erst um 17 Uhr an und geht bis 22 Uhr. :D 

Am Sonntag geht es dann mit Jo in den Dortmunder Zoo. Ursprünglich wollten wir nach Mettmann ins Neanderthal Museum fahren, aber es gibt eindeutig zu viel Schienenersatzverkehr um da runter zu fahren... 

Montag stehen dann die einzigen Termine an auf die ich nicht so wirklich Lust habe... (Therapie, Klinikinfos besorgen), aber darum soll es hier ja jetzt nicht gehen. ^^

Am 04.10. muss ich zwar verdammt früh aufstehen, aber dafür wird es sich auch lohnen. Nach über 5 Jahren sehe ich Annyclaws wieder. Ich bin irrsinnig aufgeregt, weil ich ein wenig Schiss vor der den Kids (3 an der Zahl) habe... :D Aber ich freue mich auch sehr darauf sie wieder zu sehen und das sogar ganze 6 Tage. Konkrete Pläne haben wir für die  Zeit nicht gemacht... mir schwebt da was mit viel Kaffee, Quatschen und Wasser vor...  

Für den 12.10. habe ich eine Karte für Circus FlicFlac. Ein vorträgliches Geburtstagsgeschenk <3 Das Zelt steht bereits und zwar nur wenige 100m von meiner Wohnung entfernt. So eine entspannte Anreise zu einem Event hatte ich quasi noch nie. :D

Am folgenden Sonntag geht es dann für 4 Tage nach Kiel <3 
Als Mitfahrerin von einem meiner FLÜ-Mädels... zu einer der anderen FLÜ-Mädels.

Pünktlich zu meinem Geburtstag bin ich dann wieder hier... Vormittags hole ich mir die neue Jahreskarte für die Gruga. Wenn man das an seinem Geburtstag macht bekommt man nämlich einen Monat extra... :D

Die Sache mit dem Essen.

Fragt man mich welche Fähigkeiten ich als erstes verliere, wenn mir der Antrieb verloren geht, dann wäre die Antwort wohl seit einem Jahrzehnt immer dieselbe. 

1. Duschen nicht als unüberwindbares Hindernis ansehen.
2. Essen zubereiten. 

Wenn man nicht vor die Tür geht, dann ist 1. eigentlich ganz gut zu handhaben. Und dank Trockenshampoo, Deo und genug Schamgefühl vor einem wichtigen (Arzt)Termin dann doch mal unter der Dusche zu verschwinden jetzt auch gar nicht so tragisch, dass es wirklich krasse nachhaltige Auswirkungen hätte. Mal von einem geminderten Wohlbefinden abgesehen.

Punkt 2 ist da schon schwieriger. Sehr viel schwieriger. 

Ich wache in letzter Zeit morgens bereits so hungrig auf, dass mir schlecht ist. Bei meinen Kopfschmerzen bin ich mir nicht immer sicher, ob es Spannungsschmerzen oder Nahrungsmangel ist... (die klar abzugrenzende Migräne mal außen vor gelassen... die bekomme ich unter anderem, weil ich außerdem zu wenig trinke ^^) Und es dürfte wohl allgemein bekannt sein, dass wenn man weniger Nahrung bekommt als man braucht, nicht so leistungsfähig ist wie man gerne wäre. Und dann ist das mit dem Essen zubereiten halt auch direkt wieder schwieriger, weil es einem ja eh schon nicht gut geht. Weil man müde ist. Weil der Tag schon scheiße beginnt, weil man ja... Hunger hat. 

Und wir reden dann hier ziemlich schnell von einem Zustand bei dem "Brötchen aufbacken" unüberwindbar mühsam ist. Wobei das Aufbacken ja noch geht. Aber man muss sie danach aufschneiden, belegen und auch noch essen. Das dauert. Das ist mühsam. Wie soll man sich denn entscheiden wie man die Brötchen belegt? Und das möglichst bevor man verhungert ist?

Also esse ich in den letzten Wochen meistens Müsli. Mehrfach am Tag, weil es schnell geht... und zumindest "Milch in ein Gefäß schütten" auch vom Kaffee trinken her automatisiert ist und ich das auch ohne viel Nachdenken schaffe. ;) Unterbrochen von "Wedges in den Ofen werfen" ... und nein.. ich schneide aktuell nicht mal mehr die Kartoffeln selbst. Ich habe Fertig-Wedges hier. Ich habe theoretisch auch noch Fertigsuppen hier. Aber dafür brauche ich einen Topf. Und den muss ich danach spülen. Und das... geht nicht. 

Am Anfang habe ich wenigstens Montags noch gekocht. Weil da die Beste <3 kommt. Und weil sie nach der Arbeit und vor dem Sport halt was gescheites zu Essen verdient hat und wenn ich mir dafür selbst nicht reiche, dann ist sie halt ein sehr guter Grund sich mal ein wenig anzustrengen. Doch mittlerweile geht das auch nicht mehr und ich esse nur noch vernünftig, wenn sie etwas mitbringt. Und wenn sie das aus Gründen nicht tun kann... dann bestellen wir... und in letzter Zeit haben wir aus genauso guten Gründen dann auch noch häufiger den Sport ausfallen lassen. Ist halt auch schwierig, wenn man ständig Kreislauf hat.... Kreislauf... wie passend. 

Jetzt gerade habe ich solchen Hunger, dass mir schwindelig ist. Im Sitzen. Und ich mitten im Satz den Faden verliere. Und weil mir durchaus bewusst ist, dass Müsli das Problem nicht sonderlich nachhaltig löst und ich eigentlich seit Wochen ständig Hunger habe... habe ich gerade Pizza bestellt. Völlig unabhängig davon, ob das wirklich sinnvoll ist. Ob das finanziell überhaupt drin ist. Kurzfristig hilft es. Die Pizza wird mich im besten Fall für heute lebensfähig machen. Und wenn mir dann nicht mehr schwindelig ist, dann kann ich wieder darüber nachdenken, dass so ein ganz anderer Teufelskreis direkt mitbefeuert wird. 

Ich nehme wieder zu. Denn auch wenn Abnehmen und Gewicht halten mit Depressionen absolut möglich ist, so ist es doch ein wenig anstrengender. Zumindest wenn man bereits aus allen guten Verhaltensweisen raus gefallen ist. Ich kann Gewohnheiten ganz gut einhalten... ich kann aber nur schlecht wieder von vorne anfangen... Und aktuell schon mal gar nicht... *seufz*

Ich habe in den ersten Monaten in diesem Jahr 6kg zugenommen... die dann immerhin 2-3 Monate gehalten... und jetzt innerhalb der letzten 4? 6? Wochen noch mal ein Kilo zugenommen... Und ganz ehrlich? Ich weiß gerade nicht wie ich das aufhalten soll. Ich bin froh, wenn ich überhaupt was esse... Ich kann mir da nicht viel Gedanken drum machen was ich esse. Also stolpere ich sehenden Auges in den Jo-Jo-Effekt... um dann vermutlich allen noch erklären zu dürfen, dass ein Jo-Jo-Effekt im eigentlichen Sinne nicht existiert.... sondern schlicht dadurch zu Stande kommt, dass man die Disziplin verliert und wieder mit sehr sehr schlechten Gewohnheiten anfängt... 

Und jetzt ist dieser Artikel hier fertig... aber meine Pizza noch nicht da. *weint*

Sicherer Hafen.

Jeder sollte einen sicheren Hafen haben. Einen Ort an dem man einfach sein kann ohne sich über irgendetwas Gedanken machen zu müssen. Für die meisten Menschen ist das die eigene Wohnung.

Nun ist meine Wohnung eh schon nicht der sichere Hafen, wie er sein soll. Immerhin habe ich Angst vor der Türklingel, checke die Wände und Decken ständig nahezu zwanghaft nach Wasserflecken und fühle mich meistens nur Nachts wohl.

Da ist es dunkel und reizarm draußen. Es ist unwahrscheinlich, dass jemand anruft oder klingelt, man hört auch keine Waschmaschine mehr von der Nachbarin unter mir oder die Tür vom Nachbarn neben mir. Nachts werde ich ruhiger und entspannter. Nachts kann ich halt einfach sein. 

Nun ist da dieses Gerüst. Morgen schon 3 Wochen. Ursprünglich sollten die Arbeiten nur 3 Wochen dauern, doch jetzt war die meiste Zeit niemand da (vermutlich wetterbedingt) und es ist wahrscheinlich, dass noch über Wochen gearbeitet werden muss. Was ja einerseits gut ist, weil sie offensichtlich wirklich alles neu verputzen und nicht einfach nur überpinseln und das ein wenig Hoffnung hinterlässt, dass dieses Haus danach ein klein wenig wasserfester ist... 

Gestern bin ich um 20 Uhr mit Migräne ins Bett. Incl. Aura (immer überm linken Auge) und Sehstörungen, weil ich zu lange trotzig war und nicht einsehen wollte, dass es ne Migräne wird und nicht einfach nur ein wenig Kopfweh ist. Dementsprechend bin ich dann Nachts wieder wach geworden .... und heute früh erst um halb sechs wieder ins Bett. Wach geworden bin ich dann vor einer Stunde davon, dass hier Menschen an den Wänden kratzen. Und ja das klingt so gruselig wie sich das anfühlt... 


Und jetzt ist hier nichts mehr sicher. Ich habe eine halbe Stunde gebraucht um vom Bett (also der Couch... weil Schlafzimmer hat keine Rollos...) aufzustehen, weil ich mich beobachtet gefühlt habe. Die Miezen sind total verstört, reagieren bei jedem lauteren Geräusch als wäre der Teufel hinter ihnen her und jagen dann wie angestochen durch die Wohnung. Während die Mama halt bei jedem Geräusch zusammen zuckt und sich am liebsten totstellen würde. 


Wenn ich irgendwo auswärts esse, dann versuche ich in 99% der Fälle zu vermeiden, dass ich mit dem Rücken zum Raum sitze. Weil ich Menschen im Rücken nicht so gut vertrage. Jetzt sitze ich in meiner eigenen Wohnung. Und habe Menschen im Rücken. Egal wo ich mich aufhalte. Überall sind Leute. 

Und vllt. verschmelze ich jetzt einfach 4 Stunden mit meinem Schreibtischstuhl... und vertage das mit dem Leben auf nach Maler-Feierabend... 

Was ich (nicht so) gut kann.

Was ich (nicht so) gut kann.

Weniger perfekt sein, zum Beispiel. Einfach mal ein paar Zeilen hinrotzen ohne zu überlegen ob das jetzt sinnig ist. Das wird vermutlich noch eine Weile dauern bis ich das wirklich kann. Immerhin halte ich es nicht für völlig unwahrscheinlich. ;)

Es gab eine Zeit - irgendwie so 2010 - 2013 - zu der ich täglich gebloggt habe, oder es zumindest versucht habe. Und ich bin auch heute noch davon überzeugt, dass mir das gut getan hat und auch heute gut tun würde. Also warum tue ich es nicht einfach? Ganz klar, weil die Ansprüche gestiegen sind.

Wenn man anfängt sich mit Formatierungen auseinander zu setzen, dann hat man irgendwann auch den Anspruch etwas schön zu machen. Wenn man anfängt darüber nachzudenken, wie man Leser zufriedener machen kann, dann steigt der Anspruch an sich selbst. Und eigentlich hat das freie Bloggen an der Stelle verloren. Das ist mir beim Buchblog schon aufgefallen und zuletzt wollte ich das "über Bücher schreiben" auch nicht mehr "Rezensionen" nennen, da die für mich halt mit einer gewissen Sachlichkeit verbunden sind, die ich selbst nicht mehr liefern wollte. Aber möglicherweise ist das auch Wortklauberei. Dinge auf die Goldwaage legen kann ich gut. Das werden viele Leute bestätigen können. 


Ich arbeite also fleißig vor mich hin. So an mir selbst. Nicht zuletzt auch mit der Betreuung im Hintergrund. Und diese muss nun wieder verlängert werden. Das ist alle 2 Jahre der Fall und man muss dafür viel Papier ausfüllen. Viel Papier. Sehr viel nerviges Papier. Nicht nur, dass man obligatorischerweise seine Finanzen offenlegen muss (irgendwer muss das ja bezahlen), nein es benötigt auch einen Psychiater der bestätigt, dass man wirklich, wirklich einen Schaden hat. Immer noch. Es reicht nicht, dass man die letzten 8 Jahre einen gehabt hat. Der muss immer noch frisch, aktuell und nachweisbar sein. 

Dummerweise habe ich aktuell keinen Psychiater. Meine letzte verließ die Praxis, man teilte mir eine Neurologin zu, die nun in Mutterschutz ist und der Neurologe der sie jetzt ersetzt, war zwar sehr gut im "B12-Mangel diagnostizieren" und ist auch willig mir Rezepte auszustellen, sagte aber nun mal auch, dass es nicht so weiter geht und ich einen Psychiater brauche. Nun brauche ich den jetzt schon aus zwei Gründen & meine Motivation mir mal wieder einen neuen Ansprechpartner zu suchen (Ich hab übrigens kein Interesse daran hier jeden Begriff zu gendern. Sorry. Nein. Wirklich nicht. Ich würde auch eine Psychiaterin oder eine Ansprechpartnerin nehmen. Eine Therapeutin allerdings nicht. Das sollte schon ein Mann sein. Einfach aus Erfahrung.) ist halt eher so unter Null. Es ist mühsam immer und immer wieder die eigene Geschichte zu erzählen, aufzudröseln, dass man im Laufe der Zeit viele, viele Diagnosen gehört hat, aber mit den wenigsten konform geht, dafür aber 1-2 Schubladen für wichtig hält, die sonst keiner relevant findet und eigentlich generell eher weniger reden will. ^^

Genauso mühsam ist es diesen Antrag auszufüllen. Denn da muss man sich selbst sezieren und das ist anstrengend. Das macht Brei im Kopf. Da werden Fragen dazu gestellt wie das aktuelle Leben gerade so aussieht und zwar im Bezug auf Wohnen, Arbeit, soziale Beziehungen und Freizeit und was einem auch immer sonst noch wichtig ist. Und dann wird man auch gefragt wie man denn leben möchte. Wieder mit all den oben genannten Aspekten im Hinterkopf. Und ich bin mir sehr sicher, dass das auch gesunde Menschen mitunter anstrengend und mühsam finden. Jeden einzelnen Lebensbereich zu beleuchten, drüber nach zu denken was daran gut ist und was nicht und was man so nicht mehr möchte. Vielleicht ist es bei gesunden Menschen nur nicht ganz so deprimierend. Also im besten Fall. 

Wenn man das dann so gegenüber gestellt hat, dann stellt sich halt die Frage warum es eine Diskrepanz gibt. Warum ist die Wirklichkeit so weit vom Wunsch entfernt? Was genau hindert einen daran das Wunschleben zu erreichen? Und dann ist man eben ziemlich ungeschönt schnell bei all den Defiziten die man so hat. Denn um die soll es ja auch gehen. Die Defizite, bei denen die Betreuung dann hilfreich zur Seite stehen kann um sie auszugleichen. Im Idealfall langfristig, so dass es irgendwann keine Defizite mehr sind. 

Im Gegensatz zu vielen anderen bin ich mir meiner Defizite voll bewusst. Ich weiß sehr gut was ich nicht kann. Zum Beispiel bin ich sehr, sehr schlecht darin zu erkennen was ich kann. :D Oder zu begreifen, dass es Menschen gibt die mich so wie ich bin voll in Ordnung finden. Das kann ich nicht sonderlich gut. 

Ich kann schlecht mit Anforderungen und Erwartungen umgehen, oder mehrere Dinge auf einmal erledigen. Ich kann nicht alleine mit Jobcenter und Hausverwaltung umgehen. Ich habe Angst vor den Menschen, die Einfluss auf mein Leben und Wohnen haben. Telefonate gelingen mir nur wenn ich den Gesprächspartner kenne, Zahnarztbesuche sind tagesabhängig. 

Wenn ich einen vollen Tag hatte, bin ich danach meistens die doppelte Zeit völlig erschlagen und müde. Mehr als 3 Tage in der Woche kann ich mir nicht mit Terminen voll packen, weil ich sonst nicht mehr regenerieren kann und irgendwann in totalem Rückzug und erschöpft zusammenbreche. Das weiß ich. Das muss ich bei all meiner Planung beachten. Und ja, das trifft leider auch zu, wenn es enge Freunde sind und ich die Kontakte frei wähle.


Und manchmal, da sehe ich das alles nicht ein, will unbedingt unter allen Umständen soviel schaffen, wie "normale" Menschen auch schaffen und überfordere mich. Auf mich achten kann ich also auch nicht immer so wirklich gut. ;)

Aber dann gibt es auch die Momente... die Wochen... die Phasen in denen ich fast "normal" bin. Und ja, ich finde "normal" einen durchaus schwierigen Begriff, aber mir fehlt irgendwie eine brauchbare Alternative. Da funktioniere ich. Da läuft der Haushalt, da ist es hier aufgeräumt und da habe ich alles im Griff. Alles abgesehen von Arbeit. Und Uni. Und ganz ehrlich? Das ist doch auch schon schön, oder? Und vllt. ist das mein maximal Status. Vielleicht kann ich nicht mehr und werde nie mehr können. Und dann ist das auch echt okay. (Das ist allerdings Stoff für einen eigenen Beitrag...)
Nur, dass dieser Status nie von Dauer sein wird, solange Jobcenter und Hausverwaltung mich immer wieder in Panik versetzen. Denn dann bricht alles zusammen und ja... dann werden auch so Kleinigkeiten wie "Duschen" und "Aufstehen" zur Höchstleistung...

Und deswegen fülle ich halt Anträge aus.... und seziere mich selbst, damit da jemand nach Aktenlage entscheidet, dass ich offensichtlich (erst mal) Hilfe brauche.

Status / 12 von 12

Es wäre etwas mühsam und vermutlich auch langatmig, wenn ich jetzt zusammenfassen wollen würde, was die letzten Monate so passiert ist. Denn immerhin ginge es dabei nicht nur um die Zeit seit der Schließung des Blogs, sondern auch um viel Zeit davor. Allzu oft habe ich euch ja nicht auf dem Laufenden gehalten.

Vermutlich könnte ich das gar nicht. Also noch nachvollziehen was ihr bereits wisst und was ihr nicht wisst und bevor ich mich dann stundenlang daran aufhalte zu rekapitulieren, lass ich es lieber. 

Dann stolperte ich heute bei Twitter über 12 von 12, hatte spontan Lust da mit zu machen & entwickelte im weiteren Verlauf die Idee, dass ich die Bilder ja auch einfach etwas umfassender kommentieren könnte. 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. :)

"12 von 12" ist eine Aktion von Caro, die jeden Monat eine Linkliste zur Verfügung stellt. Ihr findet also hier *klick* viele, viele weitere "12 von 12" Beiträge :)


Noch vor dem ersten Kaffee denke ich, dass Wäsche waschen voll die super Idee wäre. Dann stelle ich fest, dass ich gar nicht genug dreckige Wäsche dafür habe, sondern viel eher mal saubere Wäsche falten und einräumen sollte. (Das habe ich auch jetzt 7 Stunden später noch nicht getan...)
Ich wohne aktuell - unter anderem weil ich im Schlafzimmer zu wenig Rollos habe um den Maler vom Reinschauen abzuhalten - im Wohnzimmer. Demnach betrete ich das Schlafzimmer kaum. Dazu gehört dann halt auch, dass die Wäsche sich in Körben sammelt und man immer irgendwie rumwühlt um was zu finden. *grmlz*

Etwa zeitgleich fällt mir auf, dass ja 12 von 12 ist. Währenddessen sitzt die kleine Miez gerade am Fenster und schaut raus. Auch zu sehen: Ein Gerüst. Seit nun schon über 2 Wochen ist das Haus eingerüstet. Im Brief von 2 Tagen! vorher stand drin, dass die Arbeiten vermutlich 3 Wochen dauern werden. Da bisher allerdings noch keinerlei Pinsel benutzt wurde, wird das vermutlich nicht einhaltbar sein. Es wurde ein wenig verputzt, dann hat es geregnet und gestürmt und jetzt hab ich schon mehrere Tage keinen Maler mehr gesehen. Wenn er das nächste Mal auftaucht darf er erst mal wieder die Fenster mit Folie versorgen. Beim Sturm wurden die meisten Folien komplett zerfetzt. Ich schätze das Gerüst bleibt noch weitere 3 - 4 Wochen hier stehen. Ich bin auch ein wenig gespannt auf die Farbe, die das Haus dann bekommen wird :D


Da heute 2 Wochen rum sind und Sonntag ist, ist auch wieder Zeit Tabletten zu stellen. Zu letzt hatte ich das nicht mehr so gut drauf mich dran zu erinnern, ob ich irgendwas nun schon genommen hatte oder nicht und habe mir dieses kleine Helferlein gekauft. Da ich wegen der Abnahme meine L-Thyroxin Tabletten von 150µg auf 112,5µg pro Tag reduzieren konnte, es aber keine 112er Tabletten gibt, muss ich da nun abwechselnd 125er und 100er nehmen. Da kam ich dann doch häufiger durcheinander. Selbst mit allen möglichen verfügbaren Eselsbrücken :D
Das sieht nun weit mehr aus als es ist... Es ist wie gesagt für zwei Wochen. Die erste Woche die beiden äußeren, die zweite Woche die beiden inneren. Davon abgesehen sind mehr als die Hälfte davon Vitamine. Nachdem mir mehrere Wochen die Beine und Füße gekribbelt haben (als wären sie gerade eingeschlafen und würden aufwachen wollen) gab es die Diagnose B12-Mangel. So ein B12 Mangel kann ziemlich viele lustige und weniger lustige Dinge bewirken habe ich dann gelernt... Jetzt wirds halt in hoher Dosis ergänzt und es ist zumindest besser geworden. Bei Anstrengung und vermehrter Bewegung (vor allem schneller Bewegung ...) ist es noch da. Ende des Monats wird der Spiegel noch mal kontrolliert. B12-Mangel kann unter anderem halt auch zu Krämpfen führen. Demnach wäre es auch denkbar, dass das was jetzt an Beschwerden noch da ist muskulär ist. Und Sport habe ich wegen der Hitze in letzter Zeit eher weniger gemacht... Ich bin also allgemein einfach sehr verkrampft... Und habe nahezu ständig Magnesium-Mangel... gegen den ich auch mit allen möglichen Mitteln vorgehe... ^^ Unabhängig von den Vitaminen befinden sich da dann wie gesagt noch die Schilddrüsentabletten drin und eben auch das Citalopram. Mit 30mg halten sich die grauen Wolken gerade in Grenzen. Ich bin funktionaler als vorher, der Antrieb stimmt. Es ist alles so weit okay. Ich brauch nur nach wie vor sehr viel mehr Regenerationszeit für alles.

Ich hätte viele, viele Dinge zu tun.  Wäsche falten zum Beispiel. Stattdessen logge ich mich "mal eben" ein und zocke ein wenig. Natürlich artet das ein wenig aus. Seit 2 Monaten wieder ziemlich regelmäßig und es macht mich glücklich und Spaß. Übermorgen müsste das neue Addon Live gehen. Ich bin gespannt. Leisten konnte ich mir das Addon, weil ich im Advent mal eben einen 50€ GameStop Gutschein gewonnen habe. Ein Gewinn der sich wirklich, wirklich gelohnt hat. :D (Gerade erfahren, dass es morgen Nacht schon losgeht... Mal sehen wie ich alles unter einen Hut kriege.)

Ein weiterer Grund wieso ich nicht dazu komme sinnvolle Dinge zu tun? Es sind European Championships. Also mehrere Europameisterschaften gleichzeitig. Ich als Eventopfer habe davon natürlich das meiste verfolgt und möchte heute am letzten Tag nichts verpassen. Demnach kann ich nicht so wirklich oft von meinem Fernseher weg. Tja. Sehr tragisch alles.

Ich habe in letzter Zeit relativ viel zu den Themen Ordnung, Selbst- & Zeitmanagement gelesen. Dabei taucht unter anderem auch immer wieder die 30-Sekunden-Regel auf. Die besagt: "Tu all das was du innerhalb von 30 Sekunden tun kannst sofort." Das funktioniert überraschend gut und es ist sehr faszinierend wie viele Dinge innerhalb von 30 Sekunden erledigt sind. Zwar nicht unbedingt das ganze Haus aufzuräumen, aber dann doch zum Beispiel die gestern gekaufte Karte heute direkt an den Spiegel zu hängen, statt sie erst mal irgendwo zwischen zu parken. Geschirr sofort wegbringen gehört da genauso zu wie die meisten Notizen oder Whatsapp Nachrichten. Wie viel sich nicht auf den großen To-Do-Haufen aufstapelt, wenn man es einfach sofort erledigt. Spannend. Leider habe ich natürlich noch aus der (jüngsten, depressiven) Vergangenheit so viel aufzuarbeiten, dass es hier noch weit von "Ordnung" entfernt ist. Aber ich jammere auf einem sehr hohen Niveau. Das war auch alles schon mal sehr, sehr viel schlimmer. Denke ich. 

Eine weitere meiner neuen Angewohnheiten: Jeden Tag das Postfach leeren. Das heißt löschen was kein Schwein braucht, wichtige Dinge markieren, brauchbare Links direkt sortieren und abspeichern. Das funktioniert genauso gut wie "Jedes Mal nach dem Heim kommen den Geldbeutel sortieren", "täglich im Forum nach Nachrichten gucken" und "regelmäßig in den Briefkasten schauen und die Post direkt sortieren / wegwerfen". Defizite hab ich noch bei "Am Abend alle Nachrichten bei Twitter und Whatsapp beantwortet haben" .. und meine Papierablage quillt auch ein wenig über. Aber ich bin dran... 

 Immer wieder Sonntags wird auch die Woche fürs Bullet Journal vorbereitet. Ich experimentiere da gerade wieder mit dem perfekten Design herum, nachdem ich halt einiges doch ins digitale ausgelagert habe. Nach der Auslagerung der To-Do-Liste in Trello blieb es in den letzten beiden Wochen leider meistens beim "hübsches Design, aber kaum was eingetragen." *hust* Wird sich hoffentlich auch wieder ändern. Leider macht es mir auch immer mal wieder schlechte Laune die Termine für den Montag zu betrachten. Montag ist immer der vollste Tag. Aktuell brauche ich mindestens 2 freie Tage am Stück und meistens bekomme ich das auch eingehalten. Zur Not zu Lasten der allerbesten Besten <3, die klaglos hinnimmt, wenn ich sie mal wieder verschieben oder ihr absagen muss. Sich mindestens 2 Tage am Stück komplett frei schaufeln bedeutet aber eben auch, dass man Termine woanders irgendwo stapeln muss. Arzttermine packe ich also meistens auf Montage und Dienstage. Außerdem hat sich nun ergeben, dass die Therapietermine auch Montag liegen. Ich hatte ja gar nicht damit gerechnet da einen regelmäßigen Termin zu bekommen, als ich vor ein paar Wochen um Hilfe schrieb.... (und bin mir gerade auch gar nicht so sicher, ob ich das längerfristig sinnvoll finde... aber das ist ein anderes Thema.) Jedenfalls sind Montage dadurch immer scheiße. Und sie machen Sonntage damit auch immer etwas grau, weil ich halt schon an Montage denke. Anderseits ist es halt auch meistens so, dass die Pflichttermine dann am Dienstag um 13 Uhr bereits beendet sind. Und das ist ja jetzt auch nicht so verkehrt. ;)


Meine aktuellste Hauptsucht... Wassereis. Ich könnte da jeden Tag eine Packung vernichten. Also so 10 Stück. Wäre überhaupt gar kein Problem. So theoretisch. Problematisch daran ist halt, dass Wassereis in den letzten Wochen ständig fast überall ausverkauft war. Schenkt mir Wassereis und ich bin glücklich. Ich bin da auch sortentechnisch völlig frei. Ich esse sie alle. Und vllt. muss ich gleich noch mal welche aus dem TK holen... Und langfristig vielleicht mal in so Formen zum selbst machen investieren... allerdings muss man die ja dann auch erst mal so kalorienarm hinbekommen. Saft einfrieren haut da direkt mal wieder ordentlich ins Gewicht... 

Und an dieser Stelle höre ich jetzt auf. Aufmerksame Leser werden festgestellt haben, dass es keine 12 Bilder sind. Sondern nur 9, wenn ich mich nicht verzählt habe. Anderseits ist es sowieso fraglich wie viele Leser es bis hier unten geschafft haben. Vielleicht merkt man, dass ich ein klein wenig Nachholbedarf habe. Ein ganz klein wenig. ;) 
Gleichzeitig ist es auch eine Umstellung von einem System aufs andere und somit hat das hier schreiben und formatieren sehr viel länger gedauert, als es beim alten System gedauert hätte. Und bevor ich heute wirklich nichts anderes mehr tue ist es vllt. wirklich besser jetzt einfach mal ganz unperfekt nur 9 Bilder zu präsentieren. Ich wollte ja sowieso viel öfter unperfekt sein. ^^